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Ein Besuch bei PlanToys in Thailand – Über einen Architekten und seine Vision von Nachhaltigkeit

Irgendwie lag es schon immer auf der Hand, dass unser erster Background Check der Besuch bei Plan Toys in Thailand wird. In drei Teilen tauchen Sie in die außergewöhnliche Geschichte dieses Herstellers ein, erfahren wie nachhaltiges Holzspielzeug unter fairen Bedingungen hergestellt wird und im letzten Teil die schönen Facetten von Thailand, die Kultur und die Kulinarischen Highlights.

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Im diesem, dem ersten Teil stellen wir Ihnen Plantoys als Hersteller unseres Holzspielzeugs vor und berichtet darüber was genau die ökologische Seite dieser Marke ausmacht und wie das umgesetzt wird. Wie geht es den Arbeitnehmern in einem fernen Land wie Thailand und wie steht es um die Wälder? All das zeigen wir Ihnen, denn wir haben Plan Toys in Bangkok und die Produktionsstätte in Trang für Sie besucht und uns vollständig umgeschaut.
 

Bio und Öko sind nur Worte – was für Plan Toys zählt, sind die Taten

Es hat mich als Mitgründer von greenstories sehr bewegt, als der Plan Toys Gründer Vitool Viraponsavan bei unserem Treffen in Trang (Thailand) sagte: „Nur Bio oder Öko reicht mir nicht. Diese beiden Begriffe und wofür Sie stehen, beschreiben nur einen Teil der gesamten Prozesskette.“ Mir, als jemand, der für greenstories jeden Tag mit strengen, wachen Auge nach den wenigen wirklich guten Bio-Produkten sucht, war sofort klar, was gemeint war. Es verdeutlichte, wie er dachte, warum Plan Toys überhaupt entstanden ist und was er seitdem versucht zu bewirken. Und genau darum geht es in dem ersten Teil „Plan Toys the Green Story by greenstories“.

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Nachhaltiges Holzspielzeug beginnt bereits bei der Grundeinstellung

Vitool Viraponsavans Worten ist zu entnehmen, wo Notwendigkeit besteht. Auch vor PlanToys gab es natürlich bereits Holzspielzeug. Die meisten Marken davon wurden aus rein wirtschaftlichem Interesse gegründet, um Spielzeug mit bestmöglichem Gewinn zu verkaufen. Plan Toys dagegen entstand, weil Thailand über die größten Anbauflächen von Gummibäumen zur Herstellung von Naturkautschuk verfügt. Diese werden für Autoreifen und viele andere Kautschuk-Produkte benötigt. Die Nutzungsfähigkeit eines Baumes ist jedoch nicht unendlich, weshalb zu damaliger Zeit ausgediente Gummi-Bäume einfach abgeholzt und verbrannt wurden. Wer das Klima in Thailand kennt, der weiß: Eine Wärmeenergie-Quelle braucht man dort ganz sicher nicht. Aber was kann man noch aus dem Holz machen? Die Idee war so simpel wie genial. Jeder ausgediente Gummibaum wurde mit Gründung von PlanToys von da an zur Herstellung von Holzspielzeug weiter verwertet. Gefällt werden die Bäume sie, damit neue Setzlinge aufgezogen werden können. Rodung erfolgt hier keine, zu groß ist die weltweite Abnahmemenge des begehrten Natursaftes. Bis heute versichert Vitool Viraponsavan, keinen einzigen Baum allein für die Herstellung seines Holzspielzeugs gefällt zu haben. Welcher Holzspielzeug Hersteller kann das von sich behaupten?

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Es liegt auf der Hand, dass dies nicht das Ende aller Bemühungen ist. Und genau hier setzen seine Worte an. Es gilt, wenn man Nachhaltigkeit wirklich lebt, dies vom Feld bis zum Spielzeug wie einen grünen Faden umzusetzen. Deshalb ist die Produktionsstätte in der Nähe der Gummibaum-Wälder entstanden. Kurze Transportwege reduzieren die CO2 Werte auf ein Minimum.
 

Vom Rohholz bis zur letzten Faser – der Zero Waste Gedanke

Ist der Baumstamm erstmal in der ersten Verarbeitungsstufe angekommen, drehen sich die Gedanken bei Plantoys nur darum, wie nach dem Zero Waste Gedanken jede Faser und jeder Säge-Span für Spielzeug oder für das Unternehmen genutzt werden kann. Was man hier sehen kann, ist das Abtragen hauch dünner Funierschichten, aus welchen später der bekannte Plan Toys Holzstuhl und Tisch gemacht werden oder auch der Bestseller: die Trommel für Kleinkinder.


Am Ende bleibt nur eine dünne Holzstange von ca. 6cm Durchmesser übrig. Da man nicht so viele Anwendungsbeispiele dafür hat außer die Sticks für die Holz Trommel oder die Paddel für das Badewannenspielzeug aus Holz von Plan Toys, überlegte man sich mit dem Bau eigener Paletten eine weitere Wiederverwendung der Reste.

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Trocknen und Kleben von Holzspielzeug ohne Formaldehyd

Wie so oft vergünstigt sich ein Produkt in der Herstellung, wenn auf chemische Prozesse zurückgegriffen werden kann. Dies erkennt man dann oft daran, wenn Holzspielzeug besonders günstig ist oder manchmal auch nicht, wenn diese Einsparungen als zusätzlicher Gewinn einbehalten werden und das Spielzeug dennoch preisintensiv ist.

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Seit 2005 hat PlanToys auf einen formaldehyd-freien-Klebeprozess umgestellt, was natürlich unseren Kindern, aber auch den Produktionsmitarbeitern direkt zu Gute kommt. Dies ist aber längst keine gängige Praxis in der Welt, sodass es sich lohnt, hierauf zu achten.

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Aber auch die Trocknung, welche hier unmittelbar noch während der ersten Verarbeitung erfolgt, geschieht ohne den Einsatz von Chemikalien. Dies kann man sogar direkt an dem Trocknungsofen mit eigener Nase feststellen, denn man riecht nichts außer frisches und feuchtes Holz, welches sozusagen gerade trocken geföhnt wird. Besonders bei großer Wärme würde man chemische Ausdünstungen sofort riechen können, dies war jedoch nicht feststellbar. Ebenso nicht an den Arbeitsplätzen, an denen geklebt wird – dabei waren es an dem Tag waren es über 35 Grad! Auch war erstaunlich, mit welchen Fleiß gearbeitet wird. Zu den Sozial-Standards kommen wir im weiteren Verlauf noch und auch bei diesem Thema wundert man sich im positiven Sinne enorm.

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Ständige Optimierung ist der Anspruch von Plan Toys

Von wegen Nachhaltigkeit zahlt sich nicht aus! In erster Linie zahlen wir Konsument mit unseren Kindern drauf, wenn etwas nicht nachhaltig und mit Engagement ökologisch hergestellt worden ist. Denn es kann Geld gespart werden, wenn man stets nach dem optimalen Prozess sucht, bevor Materialien weggeschmissen werden. Und genau diesen Ansatz der vollen Verwertung der Rohstoffe verfolgt Plantoys jeden Tag aufs Neue. Für alles, was an Material, Werkzeug oder Produktionsmitteln in den meisten anderen Firmen wohl längst ausgedient hätte, wird bei dem thailändischen Hersteller auf neue Einsatzmöglichkeiten überprüft.

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Ein Beispiel, was uns völlig verblüfft hat, weil es mal wieder so simpel ist und damit erschreckend, warum es nur wenig tun, ist das Recycling von Sandpapier. Damit unsere Kleinen nur glattes Babyspielzeug in den Händen halten, wird es in Handarbeit mit Sandpapier geschliffen. Dieses ist jedoch spürbar schnell verschlissen und man neigt, wenn man das nur minimal raue Papier anfasst, es abzuschreiben und zu entsorgen.

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Die Idee von Plantoys aber war es, über Rüttelmaschinen genau jene verbrauchten Stücke Sandpapier beizumischen. Die Vibrationen und Rotation führen nun zu dazu, dass auch das letzte Sandkorn optimal genutzt wird. Die Einzelteile, welche man dort rausnimmt, sind, wie sagen wir Eltern es so schön „Sanft wie einen Baby-Popo“. Ebenso glatt fühlt sich danach auch das eigentlich „verbrauchte“ Sandpapier an. Man merkt bereits an solchen „Kleinigkeiten“, welche tief an dem Wort engl. „sustainable“ (nachhaltig/kontinuierlich) Plan Toys seine Werte verankert.

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Neue Möglichkeiten des Recycling für Produktionsabfälle

Sie haben noch nichts vom Badespielzeug aus Holz gehört? Sie werden es lieben! Die Idee an sich ist schon genial. Gerade das von Plastikspielzeug dominierte Spieleparadies Badewanne kann eine ökologische Alternative vertragen. Diese kommt - es wundert nicht - aus dem Hause Plantoys und wird hergestellt aus den Sägespänen, welche auch zum Schutz der Produktionsarbeiter(innen) abgesaugt werden. Dieses aus Holzspänen gepresste Material nennt sich Planwood und ist ein Markenzeichen, welches ebenfalls für den Leitgedanken von Vitool Viraponsavan steht – es geht um den ganzen Prozess und nicht nur um einen Teilschritt der Herstellung.

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Moderne Solarenergie & 50.000 gepflanzte Bäume – eine Selbstverständlichkeit

Neben all dem wirken nebenher laufende Projekte wie Solarzell-Anlagen für die eigene Stromgewinnung seit 2008 oder die bereits seit 2004 laufende Kampagne „Plan Loves Forests“, bei welcher jährlich an der Wiederaufforstung gearbeitet wird, mit inzwischen 50.000 gepflanzten Bäumen, fast schon nebensächlich und für Plantoys selbstverständlich. Leider ist diese Selbstverständlichkeit auch bei großen Firmen mit genügend Mitteln längst nicht an der Tagesordnung, denn daraus entsteht kein wirtschaftlicher Gewinn. Schade eigentlich! Aber vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen Konzernen und mittelständischen Unternehmen – eben nicht zu vergessen für wen und für welches Ziel (nachhaltiges Holzspielzeug für unsere Kinder) man all das macht. Gewinn ist nicht das Ziel, sondern eine Notwendigkeit, um die eigentlichen Ziele erreichen zu können. Für viele ist genau hier Schluss mit dem Umweltschutz und der Qualität, wenn es an die eigene Marge geht.

 

Umweltschutz und hohe Sozialstandards greifen ineinander über

Der soziale Anspruch wird hier keinesfalls vergessen. Es ist ein Irrglaube, wenn man meint, dass in Thailand jeder jeden Job ertragen müsste. Thailand verteidigt in den letzten 7 Jahren eine Arbeitslosenquote von unter 1%! Damit erreicht Thailand ggf. sogar Weltmeisterqualität. Zum Vergleich: Deutschland bewegt sich in demselben Zeitraum zwischen 5,6 und 7,1%. Unabhängig davon, dass Plan Toys aus Überzeugung bereits einen überdurchschnittlich hohen Anspruch an sozialem Standard anstrebt, könnte jeder Arbeitnehmer gleich seiner Position sofort einen anderen Job finden!

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Bei der 5-tägigen Besichtigung des Plan Toys Headquater in Bangkok, den Plantagen, Holzverarbeitung und der Spielzeugfabrik, sind wir keiner geführten Route gefolgt, wir hatten keine Vorgaben, durften in jeden Raum hineinschauen und wurden nicht etwa überwacht. Auch in der Produktion oder im Büro wurden die Bildschirme weder verdunkelt noch wurde uns der Zutritt zu Sicherheitsbereichen verweigert. Es versteht sich aus Respekt, dass wir in diesen Bereichen keine Detail-Aufnahmen oder Videos gemacht, aber gleich wohl direkt angeschaut haben. In diesem Sinne haben wir sowohl die Toilettenräume als auch die Abstellräume gesehen und erlebten hier nichts anderes als die positive Bestätigung, welche sich bereits seit Ankunft darbot.

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Was tut Plan Toys aber genau für seine Mitarbeiter? Fangen wir mit dem für viele wichtigsten Punk – der Entlohnung - an. Thailand hat erst einige Monate vor unserem Besuch den Mindestlohn eingeführt, das war jedoch für Gründer Vitool Viraponsavan keine Umstellung, da das Grundgehalt der Arbeitnehmer auch vorher schon deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn lag. In dem Werk wird vergünstiges Essen aus der eigenen Werkskantine geboten, welches auch wir gegessen haben und als typisches Thai-Essen sehr lecker, aber auch sehr sehr scharf ist. Ähnlich auch die Spiele-Neuheiten, welche wir bereits sehen durften, aber natürlich nicht verraten. ;-) Ist Essen der Arbeiter-Familien am Vorabend übrig geblieben, können dies die Mitarbeiter(innen) mitbringen, denn frischen Reis gibt es umsonst vom Unternehmen gestellt.

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PlanToys beweist Mut zu neuen Wegen

Direkt neben dem Kantinenbereich gibt es einen Basketball und einen Fußballplatz, sowie Badmintonspiele-Sets für die Pause oder nach der Arbeit. Direkt an diesem Bereich informiert das Unternehmen über den Arbeitsschutz, der Sicherheit und erinnert an das Gute und das Ziel mit all dem, was diese Menschen für uns tun. Was das ist? Es ist der Mut, neben einer zwingenden Gewinnabsicht so viel Zeit, Kraft und auch Geld in Prozesse zu stecken, die erstmal nur Geld kosten, statt welches einzubringen. Wie viele Firmen und Marken machen es sich leicht und überhäufen uns mit billigem Spielzeug oder produzieren es unschlagbar günstig und verkaufen es dennoch teuer. Von daher ist es mutig, Spielzeug von Wert zu produzieren auf die ökologisch beste Weise und es dennoch für alle leistbar zu machen. Das geht nur durch eigenen Verzicht.

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Und genau das habe ich bei Vitool Viraponsavan zu jedem Zeitpunkt des flüchtigen Treffens oder unserem langen Gespräch persönlich wahrgenommen: Bescheidenheit. Er ist ein Mensch, der vom Architekten zum CEO von PlanToys wurde, aber anstatt im Glashaus zu sitzen, in der Arbeiterkantine darüber nachsinnt, welche Prozessverbesserung noch ein bisschen mehr Recycling bewirkt.
Ich meine, das verdient unseren Dank und genau das habe ich versucht, Herrn Viraponsavan und allen Mitarbeitern gegenüber auszudrücken. Ebenso habe ich ihm von unseren tollen Kunden erzählt, die genau wegen Firmen wie PlanToys bei greenstories kaufen, um solche Projekt und Marken zu unterstützen. Weil sie es wert sind!

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In unserer zweiten Folge berichten wir, wie bei Plan Toys Holzspielzeug entsteht und haben konkret gefragt „Who made your toys?“.

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