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Alles Bio für mein Kind?!

greenstories entstand, weil  die Gründer, selbst Eltern, nicht glücklich mit dem Angebot und noch weniger mit der Aufklärung und Ehrlichkeit verschiedener Anbieter von Babyprodukten waren. Irgendwo schien immer ein Haken zu sein, sei  es bei der Beratung, den Inhaltsstoffen, Preis-Tricksereien oder beim Produkt selbst. Uns erreichen daher immer wieder Rückmeldungen von Eltern, denen es ähnlich geht und die darüber hinaus noch mit einem weiteren Problem kämpfen müssen:


Der fehlenden Akzeptanz  es anders, gesünder machen zu wollen. Genau darum geht dieses besondere Interview, um die Sicht der Eltern, die sich umfassend informieren und sich deshalb noch erklären müssen.

 

 

Hallo Sabrina, wie dürfen wir uns Dich und Deine Familie vorstellen?

Hallo, mein Name ist Sabrina. Ich bin 29 Jahre alt und lebe glücklich verheiratet mit einem wundervollen 8 Monate alten kleinen Sohn, meinem Mann und 2 sehr lieben Katern in einer gemütlichen Dachwohnung im ländlichen Bereich. Wir sind Durschnittsverdiener und möchten mit unserem Einkommen möglichst das Beste für unser Kind und unser gemeinsames Leben. Mein Mann arbeitet als Qualitätsingenieur, also ist auch ihm hochwertiges Spielzeug, Kleidung und Essen wichtig.

 

Wir haben Dich als jemanden kennen lernen dürfen, der sich ganz genau mit den Produkten, ob für Dein Kind oder auch ganz allgemein, beschäftigt. Richtig?

Ja genau ;-), ich möchte immer alles genau wissen. Nur das Beste ist gut genug für meinen kleinen Sonnenschein.

Gerne beschäftige ich mich mit Themen wie Inhaltsstoffen und was schädlich für meinen Sohn sein könnte. Es ist mir sehr wichtig, dass Nahrung und Spielsachen sowie Kleidung keine krankmachenden Stoffe enthalten, die Auswirkungen auf die Gesundheit haben können. Damit meine ich Substanzen, die beispielsweise Allergien auslösen oder das Erbgut schädigen könnten.

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Ich lese viel im Internet, wie zum Beispiel Ökotest, tausche mich mit anderen Eltern aus und ziehe daraus meine Schlüsse. Natürlich bekommt das liebe greenstories Team auch einen Gutteil der Fragen ab :)!

 

Waren Sie schon immer auf ökologische Produkte eingestellt, oder wann kam es dazu?

Ich habe schon immer gerne im Bioladen eingekauft, einerseits wegen des guten Gewissens, andererseits natürlich auch wegen der guten Qualität vor allem im Obst- und Gemüsebereich. Jedoch bewegte mich der finanzielle Aspekt dazu, für mich und meinen Mann eher konventionell einzukaufen und Biolebensmittel nur ab und zu am Wochenmarkt einzukaufen bzw. im normalen Laden.

Als ich schwanger wurde, war mir klar, dass ich besonders auf die Gesundheit unseres Wunschkindes achten werde. Die Bio-Produkte vom Wochenmarkt waren einfach unschlagbar frisch, lecker, regional und unbedenklich. So beschloss ich damals schon, dass mein Sohn selbstgekochten Brei mit Biozutaten vom Markt bekommen wird. Ich freute mich damals schon darauf, ihn gesund und unbedenklich verwöhnen zu können.

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Ich arbeitete früher in einem Walddorfkindergarten und war damals schon fasziniert von unbehandelten Holzspielsachen. Diese fördern die Kreativität der Kinder und enthalten keinerlei Chemie wie BPA oder Phtalate. Damals schon wusste ich, dass wenn ich ein Kind haben würde, es hochwertiges Holzspielzeug bekommen wird.


Wie bewerten Sie die Machbarkeit Ihr Leben, als Familie, ganz auf Bio auszurichten?

Ganz Bio ist für uns nicht machbar, weder finanziell noch vom Aufwand her. Jeder hat ja schließlich seine monatlichen Ausgaben zu stemmen. Der besagte Wochenmarkt ist gut 40 Minuten entfernt und findet nur 2 mal wöchentlich statt.

Ich achte vor allem darauf, dass mein Sohn ausschließlich mit Biolebensmitteln ernährt wird, da ich der Meinung bin, dass der Körper eines Babys die Pestizide, Fungizide und Zeugs in herkömmlichen Lebensmittel nicht so gut verarbeiten kann, wie ein Erwachsener dies kann. Wir leben von einer Mischkost. Wenn wir Zeit finden, essen und genießen wir gerne Marktobst- und gemüse. Ansonsten kaufen beim normalen Supermarkt, was uns gerade anspricht.

Im Spielzeugbereich ist das auch zum Teil umsetzbar. Mein Sohn hat viel hochwertige Spielsachen, die er sehr liebt und bei denen mein Herz höher schlägt, wenn er damit seine Freude hat, weil ich um deren Qualität und pädagogischen Wert weiß. In bestimmten Bereichen müssen für mich Spielzeuge einfach unbedenklich sein, dies betrifft für mich persönlich den Bereich der Greiflinge.

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Greiflinge werden mehr mit dem Mund als mit den Händen erforscht und dabei muss es einfach für mich die Beste Qualität an Holz und Farben sein. Zum Anderen sind es Bauklötze, Förmchen wie Dreiecke usw. die in passende Löcher gesteckt werden können oder Ringtürme etc. Diese kleinen Dinge werden auch oft als Zahnungshilfe verwendet und ständig belutscht.  Da ist es mir sehr wichtig, dass kein BPA bei Plastikspielzeug enthalten ist, oder das Holzspielsachen keine Lackfixierungen enthalten.

Klar kann man ein Kind nicht komplett von Plastikspielzeug bzw. Musikspielsachen mit Geblinke fernhalten. Ich denke, die Dosis macht es. Wir haben auch ein paar Bling Bling  Plastiksachen, die mein Sohn auch mag. Er kriegt diese Sachen nur ab und zu, meist wenn ich etwas ohne ihn in der Wohnung erledigen möchte. So hat er seine Unterhaltung. Die Gegenstände sind so groß, dass sie recht uninteressant zum Mündeln sind und bei kurzfristigem Einsatz meiner Meinung nach keine Gefahr besteht.

Im Bereich der Kleidung setze ich auch Prioritäten bei meinem Sohn. Unser Schlafsack ist Bio in bester Qualität, wegen der grandiosen Qualität, Passform und der Inhaltsstoffe. Einige Kleidungsstücke wie Bodys, Mützen und Pullis haben wir auch in Bio sowie Krabbelschuhe.

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Ein kleiner Trick für die Bezahlbarkeit ist es, bei Kleidungsstücken mitwachsende Varianten zu kaufen wie z. B. beim Schlafsack oder Krabbelschuhen. Bei Spielsachen erweiterbare Sachen oder Spielzeug, welches über längere Zeiträume bespielbar ist, wie beispielsweise eine Ente von Nic. Sie kann erst als Greifling genutzt werden, ist nur mit natürlichen Farben gefärbt, ohne Lacke und später im Krabbelalter als Fahrzeug, da unten Rollen dran sind.

 

Wie einfach ist es für Eltern heute ökologische & nachhaltige Produkte einzukaufen?

Es ist leider nicht einfach.

Viele Hersteller verschleiern Inhaltsstoffe. Sehr viele Käufer machen sich darüber auch keine Gedanken. Bei der Thematik Holzspielzeug beispielsweise wissen viele nicht, dass das Abfärben kein mangelhaftes Produkt darstellt, dass nicht in Kinderhände gehört, sondern es nur beweist, dass die Holzfarben nicht chemisch mit Lacken fixiert wurden.

Dies sagt einem aber niemand, man denkt sich als Eltern, dass man dieses Spielzeug dem Kind wegnehmen muss, was absolut falsch wäre. Man wird leider immer wieder getäuscht was billig und gut wäre bzw. nur ungenügend aufgeklärt. Ich denke, dass jeder selbst entscheiden muss und soll, was er für sein Kind für gut befindet.

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Jedoch sollte man den Einzelhandel gründlich hinterfragen, denn es kann nicht sein, dass ein 100%iger Biobody für 3 Euro angeboten werden kann.

 

Gibt es aufgrund Ihrer Entscheidung Veränderungen und wenn „ja“, welche sind das?

Ja, es ist leider immer wieder schwierig Überzeugungsarbeit leisten zu müssen. Eigentlich betrifft es das gesamte Umfeld, Familie, Freunde, Babygruppe.

Jeder liebt sein Kind, doch viele sind nicht bereit mehr Geld für Kleidung oder Spielsachen auszugeben.

  • Sie legen keinen Wert auf Inhaltsstoffe und deren Folgen. 
  • Ich werde oft belächelt und muss damit klarkommen.

Jedoch versuche ich bei Gelegenheit immer wieder aufzuklären, was beispielsweise BPA als hormonähnlicher Stoff bewirken kann. Oder aber auch, dass der ständige oder ausschließliche Kontakt mit Bling Bling Spielsachen zu Abstumpfung bzw. zu Hyperaktivität oder Kopfschmerzen führen kann. Viele Eltern meinen, dass Plastik Bling Bling Spielzeug das einzig Wahre ist. Man drückt auf einen Knopf lustige Musik ertönt und Lichter blinken.

Wie gesagt, ich halte nichts davon, dies einem Kind komplett vorzuenthalten, aber nur solche Spielsachen haben meiner Ansicht nach niemals nur ansatzweise den pädagogischen Wert eines Holzspielzeuges, mit diesem man sich aktiv auseinandersetzen muss. Unser Sohn liebt sein Holzhandy, dass keinerlei Töne von sich gibt, doch er liebt es. Es wird befühlt, belutscht und es wird keine Musik oder kein Tonspiel wird vermisst.

 

Warum ist Holz als Spielzeug so toll?

  • Es riecht nach Holz, es kann befühlt und bemündelt werden.
  • Es gibt zahlreiche Einsatzmöglichkeiten, z. B. Wie klingt es, wenn ich meine Holzrassel gegen den Tisch klopfe. Oder ich kann viel verschiedene Sachen mit Holzklötzen bauen, was ich will und muss nicht kucken, ob Stein A in Stein B passt.

Ich bekomme täglich Kritik auch von meiner Familie, aber wenn sie dann die leuchtenden Augen meines Sohnes sehen, wenn er mit seinen tollen Sachen spielt, dann verstummen so einige Kritiker.

Immer wieder stehen große Feste wie Weihnachtsfest, Geburtstag und Ostern an, wie handhaben Sie es mit den Geschenken für Ihr Kind.

Als zum Beispiel das letzte Weihnachten nicht mehr allzuweit weg war habe ich beschlossen, um Missverständnisse zu vermeiden, sowie Diskussionen und unnötige Ärgernisse, werde ich für meinen Sohn Geschenke kaufen und jeder, der ihm etwas schenken möchte, soll kommen und sich etwas aussuchen. So entsteht ein fairer Kompromiss zwischen dem was ich mir für meinen Sohn wünsche und was jeder bereit ist zu finanzieren.

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Ich bin mir sehr sehr sicher, dass es mein Sohn einmal schätzen wird, dass er eine Vielzahl an unbedenklichen Spielsachen und Kleidungsstücken bekommen hat und sich seine Eltern nicht mit herkömmlichen Sachen zufriedengegeben haben. Er wird gesünder im Sinne von allergierisikoärmer und pädagogisch optimal gefördert aufwachsen können.

 

Sie informieren sich vor jedem Kauf sehr sorgfältig, aber welches Spielzeug oder Produkt kam aber bei Ihrem Sohn am besten an?

Mein Sohn liebt seinen Schlüsselbund aus recyelten Milchtüten von der Firma Greentoys vom ersten Moment an, sowie seinen Perlengreifling mit Glocke von Heimess. Diese Beiden Spielsachen müssen überall mithin und werden heiß geliebt.

Auch die Nic Ente mag er sehr, da sie jetzt im Krabbelalter so lustig am Boden rollt. Und sein neues Plantoys Handy mag er auch sehr, dieses wird ist derzeit viel im Einsatz. Bei der motorischen Entwicklung war der Perlen-Greifling viel im Einsatz. Es wurde jede einzelne Perle zuerst mit dem Mund dann mit den Fingern befühlt. Er fing mit diesem Greifling an beide Hände zu benutzen, indem er den Greifling von einer Hand in die andere wechselte. Auch als Zahnungshilfe war und ist er ein echter Freund.

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Auch die Vielseitigkeit des Schlüsselbundes überzeugte. Er wird als Musikinstrument benutzt, als Zahnungshilfe, die einzelnen Schlüssel werden befühlt mit Mund und Fingern.

Einfach richtig tolle Spielsachen.

Dieser Beitrag entstand durch Sabrina, selbst Mutter von einem Sohn, welche obwohl Sie ihrem Kind mit einem überlegten als auch ökologischen Einkauf nur Gutes tun möchte in Erklärungsnöte im eigenen Umfeld gerät. Aus früheren Erfahrungen  ihrer Tätigkeit in einem Walddorfkindergarten weiß sie jedoch um die Werte guter Produkte für das Kind. Gleichwohl ist eine vollständige Umstellung auf Bio-Produkte weder leistbar noch das Ziel. Es ist vielmehr die Mischung und der bewusste Kompromiss!

 

Vielen Dank Sabrina für deinen persönlichen Einblick und deinen Tipp!



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  • Erklärungsnot...

    Ein sehr informatives und interessantes Interview...
    Ich finde es jedoch Schade, dass man sich heutzutage für den Kauf unbedenklicher Spielzeuge aus Holz rechtfertigen muss, gab es doch früher auch kaum "Bling Bling Spielzeug". Im Unterhaltungs- und Ernährungsbereich sollte öfter mal das Motto "Hinterfragen statt Hinnehmen" zur Anwendung kommen.